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Benefizkonzert gegen weibliche Genitalverstümmelung

am Donnerstag dem 26.11.2009, 19:00
in der Werkstatt der Kulturen

KONZERT + FILM + DISKUSSION
Sister Fa und Band & Gäste – Maneko, Daveman, Louis Jean, Blow P und weitere
Gegen Genitalverstümmelung

Der Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ist noch lange nicht zu Ende, denn in Afrika sind jährlich drei Millionen Mädchen von diesem Eingriff bedroht. Auch in vielen Dörfern Senegals werden jedes Jahr tausende kleine Mädchen Opfer der genitalen Beschneidung.

Die in Berlin lebende, senegalesische HipHop-Künstlerin Sister Fa ist eine der engagierten Aktivistinnen gegen die Verstümmelung. Als Betroffene weiß sie, worüber sie rappt, und spricht damit ihre Zuhörer mutig und direkt an. Der überwältigende Erfolg ihrer ersten Kampagne in 2008 bewegte Sister Fa zum Weitermachen.

Durch den Verzicht der Band auf die Gage kommt der Erlös direkt der Aufklärung von Frauen und Mädchen im Süden Senegals zugute. Unterstützt wird sie vor Ort von den westafrikanischen NGOs Tostan, Misereor und der Stiftung Umverteilen. Mitveranstalter sind piranha und die Werkstatt der Kulturen.

Werkstatt der Kulturen

Sister Fa

Kommentierte Linksammlung 06/09

  • Aufgrund ihres Seltenheitswertes, eine Nachricht aus Kanada: Dort ist eine Frau zum Vorstand einer Moschee gewählt worden. Via MuslimahMediaWatch.
  • Eine Berliner Frauenärztin spricht selbstkritisch über Ihre Arbeit mit Frauen, die sich das Jungfernhäutchen operativ rekonstruieren lassen.
  • Die Schweizerin Sura Al-Shawks ist Kapitänin ihres Basektballteams. Nach ihrem Aufstieg in eine höhere Liga, darf sie nun auf Geheiß des zuständigen Verbandes kein Kopftuch mehr tragen.
  • Die Zeit porträtiert Nilüfer Göle – eine türkischstämmige Soziologin an der Sorbonne – und beschreibt ihre Ansichten zum Phänomen “Schleier in der Moderne” und wie sie damit besonders bei Säkularisten im eigenen Land aneckt.
  • Die ehemalige MTV-Moderatorin Kristiane Backer hat eine Biographie über ihren Weg im Islam geschrieben. Einfühlsam, authentisch und lesenswert.
  • Nach einem langen Verfahren darf eine Familie nun endlich ihre Tochter zum Familienurlaub nach Äthiopien schicken. Durch Gerüchte am Arbeitsplatz, den Einsatz einer Anti-Verstümmelungsinitiative und das Jugendamt vor Ort stand die Familie unter dem Verdacht, ihre Tochter im Genitalbereich verstümmeln lassen zu wollen. Zur Teils absurden Argumentation vor Gericht schreibt dieser Artikel bei Politblogger: Schuldig bei Verdacht.
  • Ein Vater ersticht seine Tochter im Schlaf. Möge Allah Büsras Seele gnädig sein, Amin.
  • Endlich politische Lösung für Opfer von Zwangsheirat in Sicht? NRW fordert von der Bundesregierung eine Erleichterung auch für solche Opfer, die sich nicht mehr in Deutschland aufhalten, indem sie leichter an einen Aufenthaltstitel in Deutschland kommen sollen. Leider ist in dem Artikel nur von weiblichen Opfern die Rede. In welchem Maße auch Männer von Zwangsehen bedroht und belastet sind, verdeutlicht ein TAZ-Artikel: Der Mann an ihrer Seite.
  • Rudolph Chimelle kommentiert auf Deutschlandradio die von Sarkozy in Frankreich angeregte Burka-Verbot-Debatte. Sehr gute Analyse!
  • Die Islamkonferenz beendet ihre erste Phase mit Handlungsempfehlungen für den Umgang von Lehrern mit Schwimmunterricht verweigernden muslimischen Eltern. Damit problematisiert die Islamkonferenz ein Thema, dass, laut eigener Studie, eher ein Randproblem ist. Die Tagesschau beleuchtet die (nicht vorhandene) Datenlage und verdrehte Argumentation der Islamkonferenz: Scheindebatte am Beckenrand.
  • Amira El Ahl porträtiert auf Qantara.de Dalia Mogahed, Mitglied des Beraterstabs von US-Präsident Obama für interreligiöse Angelegenheiten: Jede Tat beginnt mit einem Wort.