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	<title>Comments on: Burka – Eine Rezension</title>
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	<description>Frauen – Gesellschaft – Islam</description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Mar 2010 23:13:29 +0100</lastBuildDate>
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		<title>By: Yasin Andreas Herrmann</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-2930</link>
		<dc:creator>Yasin Andreas Herrmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 23:13:29 +0000</pubDate>
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		<description>Salam,

mit Genuss habe ich die Rezension gelesen, mit einer noch viel größeren Freude die anschließende Diskussion verfolgt.

Unabhängig von dem Inhalt der Rezension und eigentlich auch - zumindest auf den ersten Blick - der Diskussion, bin ich begeistert von der Frische und der überwiegenden Sachlichkeit, ja, der Streitkultur (wenn ich es so nennen darf), die ich manchmal bei uns Muslimen ein wenig vermisse. 

Auf den zweiten Blick: Ist es nicht so, dass einfach alles - zumindest aus einer weltlichen Sicht heraus - eine Frage der Perspektive ist? Egal, wie an welches Thema auch immer herangegangen wird, nie wird man es allen recht machen können. Witzig ist dabei, dass es darum auch oft gar nicht geht und spannend wird es eben dann, wenn Diskutanden hinzutreten und Kritik zu einem Gegenstand äußern, der selbst wiederum überhaupt keine Relevanz für den Urheber des zur Diskussion stehenden Themas hatten. Jeder sieht eben in allem ein Stück weit etwas anderes, eigenes. Natürlich ist es keine Lösung, wenn dies dann irgendwann der hinzugetretene Diskutand bemerkt und sich von der Diskussion aufgrund seiner komfortablen Position, einfach gehen zu können, wenn es ihm zu viel wird, verabschiedet. Um so schöner ist es jedoch zu sehen, dass die Autorinnen keinen Anschein erweckten, sich irgendeines Vorwurfs zu entziehen, sich vielmehr versuchten jeder Kritik sachlich zu stellten. Natürlich sind war alle „beeinflusst“ und nicht frei von Bildern, jedoch hatte ich bei so manch einem Diskutanden das Gefühl als verbierge sich eine ideologische Motivation hinter der Kritik.

Naja, und bei all den schönen Argumentationen - und wenn man von einer Argumentations-Schlacht sprechen möchte, ist diese von kopftuchtragenden, integrierten und zum Verdruss eines manchen Westlers auch noch überaus intellektuellen FRAUEN (alhamdulillah!!!) in wundervoll manierlicher, sachlicher und auch koranischer (29:46) Weise gewonnen worden (auch wenn es darum gar nicht ging) – zeigt sich vielleicht – auch im Sinne von Sabine Schiffer – das (auch (oder erst recht) muslimische) frau es niemandem recht machen kann: ist sie still und trägt eine Verschleierung, dann muss sie befreit werden, ist sie laut und auch noch gebildet, ist sie gefährlich, fanatisch, „terroristisch“ oder –  wie es auch immer wieder seitens der Kritik-Kritiker geäußert wurde – übersensibel reagierend auf Islam-“Kritik“usw. Es wird also ständig genörgelt.

Wie auch immer: ich fand die Rezension einfach klasse. MashaAllah, weiter so!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Salam,</p>
<p>mit Genuss habe ich die Rezension gelesen, mit einer noch viel größeren Freude die anschließende Diskussion verfolgt.</p>
<p>Unabhängig von dem Inhalt der Rezension und eigentlich auch &#8211; zumindest auf den ersten Blick &#8211; der Diskussion, bin ich begeistert von der Frische und der überwiegenden Sachlichkeit, ja, der Streitkultur (wenn ich es so nennen darf), die ich manchmal bei uns Muslimen ein wenig vermisse. </p>
<p>Auf den zweiten Blick: Ist es nicht so, dass einfach alles &#8211; zumindest aus einer weltlichen Sicht heraus &#8211; eine Frage der Perspektive ist? Egal, wie an welches Thema auch immer herangegangen wird, nie wird man es allen recht machen können. Witzig ist dabei, dass es darum auch oft gar nicht geht und spannend wird es eben dann, wenn Diskutanden hinzutreten und Kritik zu einem Gegenstand äußern, der selbst wiederum überhaupt keine Relevanz für den Urheber des zur Diskussion stehenden Themas hatten. Jeder sieht eben in allem ein Stück weit etwas anderes, eigenes. Natürlich ist es keine Lösung, wenn dies dann irgendwann der hinzugetretene Diskutand bemerkt und sich von der Diskussion aufgrund seiner komfortablen Position, einfach gehen zu können, wenn es ihm zu viel wird, verabschiedet. Um so schöner ist es jedoch zu sehen, dass die Autorinnen keinen Anschein erweckten, sich irgendeines Vorwurfs zu entziehen, sich vielmehr versuchten jeder Kritik sachlich zu stellten. Natürlich sind war alle „beeinflusst“ und nicht frei von Bildern, jedoch hatte ich bei so manch einem Diskutanden das Gefühl als verbierge sich eine ideologische Motivation hinter der Kritik.</p>
<p>Naja, und bei all den schönen Argumentationen &#8211; und wenn man von einer Argumentations-Schlacht sprechen möchte, ist diese von kopftuchtragenden, integrierten und zum Verdruss eines manchen Westlers auch noch überaus intellektuellen FRAUEN (alhamdulillah!!!) in wundervoll manierlicher, sachlicher und auch koranischer (29:46) Weise gewonnen worden (auch wenn es darum gar nicht ging) – zeigt sich vielleicht – auch im Sinne von Sabine Schiffer – das (auch (oder erst recht) muslimische) frau es niemandem recht machen kann: ist sie still und trägt eine Verschleierung, dann muss sie befreit werden, ist sie laut und auch noch gebildet, ist sie gefährlich, fanatisch, „terroristisch“ oder –  wie es auch immer wieder seitens der Kritik-Kritiker geäußert wurde – übersensibel reagierend auf Islam-“Kritik“usw. Es wird also ständig genörgelt.</p>
<p>Wie auch immer: ich fand die Rezension einfach klasse. MashaAllah, weiter so!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Petra</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-324</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 00:31:30 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Und wie sie darüber hinaus in Interviews kund tut, ist es ihr mit dem Burka-Buch bitter ernst: Patriarchale Strukturen, die Frauen unter die Burka zwingen, will sie damit kritisieren. 

Dies gelingt ihr allerdings so schlecht, dass man sich fragt, ob es überhaupt beabsichtigt war. Es sind nicht etwa Männer, sondern die Burka-Trägerinnen selbst, die als „Schwestern im Geiste“ der Kapuzenfrauen (?) des Ku-Klux-Klan erscheinen und begeistert „Ja“ schreien, wenn sie von einer Goebbels-Burkaträgerin in Anlehnung an die Sportpalastrede gefragt werden „Wollt ihr die totale Burka?“. 

Dabei wollte Schwingenheuer, wie sie im Interview sagt, nicht die Burkaträgerinnen selbst kritisieren. Das soll verstehen, wer will.&quot;

************************************************************************************

Das sehe ich nach der Lektüre dieser Rezension genauso (das Buch selbst habe ich nicht gesehen, denke aber, daß man sich auf Tatsachenschilderungen wie die hier vorgetragenen verlassen kann). 

Das Buch ist auch ausweislich der Interviews, von denen berichtet wird, von dessen Urheberin weder als seichte Unterhaltung a la B... (dann würde sich die Diskussion erübrigen) noch als Satire, wie hier von einigen Vorrednern dargestellt, konzipiert worden. Wäre letzteres der Fall, dann wären Argumente gegen die Rezension fragwürdig, denn wer austeilt, muß auch einstecken können. 

Tatsächlich ist es aber den zwei Autorinnen der Rezension sehr gut gelungen, sich nicht in die Niederungen eines Werkes zu begeben, welches die von seiner Urheberin selbst gelegte Meßlatte meilenweit verfehlt hat. Diese riesige Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist in meinen Augen das Thema der Rezension, nichts anderes. Die Autorinnen haben jedes Recht, darauf öffentlich hinzuweisen.

Petra</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Und wie sie darüber hinaus in Interviews kund tut, ist es ihr mit dem Burka-Buch bitter ernst: Patriarchale Strukturen, die Frauen unter die Burka zwingen, will sie damit kritisieren. </p>
<p>Dies gelingt ihr allerdings so schlecht, dass man sich fragt, ob es überhaupt beabsichtigt war. Es sind nicht etwa Männer, sondern die Burka-Trägerinnen selbst, die als „Schwestern im Geiste“ der Kapuzenfrauen (?) des Ku-Klux-Klan erscheinen und begeistert „Ja“ schreien, wenn sie von einer Goebbels-Burkaträgerin in Anlehnung an die Sportpalastrede gefragt werden „Wollt ihr die totale Burka?“. </p>
<p>Dabei wollte Schwingenheuer, wie sie im Interview sagt, nicht die Burkaträgerinnen selbst kritisieren. Das soll verstehen, wer will.&#8221;</p>
<p>************************************************************************************</p>
<p>Das sehe ich nach der Lektüre dieser Rezension genauso (das Buch selbst habe ich nicht gesehen, denke aber, daß man sich auf Tatsachenschilderungen wie die hier vorgetragenen verlassen kann). </p>
<p>Das Buch ist auch ausweislich der Interviews, von denen berichtet wird, von dessen Urheberin weder als seichte Unterhaltung a la B&#8230; (dann würde sich die Diskussion erübrigen) noch als Satire, wie hier von einigen Vorrednern dargestellt, konzipiert worden. Wäre letzteres der Fall, dann wären Argumente gegen die Rezension fragwürdig, denn wer austeilt, muß auch einstecken können. </p>
<p>Tatsächlich ist es aber den zwei Autorinnen der Rezension sehr gut gelungen, sich nicht in die Niederungen eines Werkes zu begeben, welches die von seiner Urheberin selbst gelegte Meßlatte meilenweit verfehlt hat. Diese riesige Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist in meinen Augen das Thema der Rezension, nichts anderes. Die Autorinnen haben jedes Recht, darauf öffentlich hinzuweisen.</p>
<p>Petra</p>
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	<item>
		<title>By: Kathrin Klausing</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-266</link>
		<dc:creator>Kathrin Klausing</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 21:13:36 +0000</pubDate>
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		<description>@Sonny: Du vermischt Dinge. Für dich ist die Frau mit Burka gleichzusetzen mit Islamismus, der wiederrum gleichzusetzen mit den Nazis und dem Ku-Klux-Clan. Ich widerspreche jeder einzelnen dieser Gleichsetzungen, möchte aber beid er ersten bleiben. Also erkläre mir bitte (mit Argumenten): Was rechtfertigt die Gleichsetzung einer &lt;em&gt;Frau mit Burka&lt;/em&gt; mit Goebbels oder dem Ku-Klux-Klan?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Sonny: Du vermischt Dinge. Für dich ist die Frau mit Burka gleichzusetzen mit Islamismus, der wiederrum gleichzusetzen mit den Nazis und dem Ku-Klux-Clan. Ich widerspreche jeder einzelnen dieser Gleichsetzungen, möchte aber beid er ersten bleiben. Also erkläre mir bitte (mit Argumenten): Was rechtfertigt die Gleichsetzung einer <em>Frau mit Burka</em> mit Goebbels oder dem Ku-Klux-Klan?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Sonny</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-265</link>
		<dc:creator>Sonny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 20:56:33 +0000</pubDate>
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		<description>Da hat mir wohl die Software einen Streich gespielt, deshalb nochmal @ Kathrin

Natürlich haben diese Frauen eine Würde, die ihnen niemand abspricht --- aber das heißt nicht, daß sie sich alles erlauben könnten.

Und militanten Islamismus würde ich durchaus mit den Nazis oder dem Ku-Klux-Klan auf eine Stufe stellen.

Privatsache sind Dinge, die man privat (also zu Hause) tut. Hier geht es aber um das Verhalten in der Öffentlichkeit --- und da sind bestimmte Regeln, Verbote etc. notwendig.

Ich bin auch dagegen, Symbole überzubewerten (auch bei Nazi-Symbolen usw. würde ich mir mehr Gelassenheit wünschen).

Im Falle der Burka sind es aber eindeutige praktische Gründe, die das Tragen in der Öffentlichkeit ausschließen sollten --- um die Symbolik geht es mir dabei (anders als der Buchautorin) gar nicht so sehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat mir wohl die Software einen Streich gespielt, deshalb nochmal @ Kathrin</p>
<p>Natürlich haben diese Frauen eine Würde, die ihnen niemand abspricht &#8212; aber das heißt nicht, daß sie sich alles erlauben könnten.</p>
<p>Und militanten Islamismus würde ich durchaus mit den Nazis oder dem Ku-Klux-Klan auf eine Stufe stellen.</p>
<p>Privatsache sind Dinge, die man privat (also zu Hause) tut. Hier geht es aber um das Verhalten in der Öffentlichkeit &#8212; und da sind bestimmte Regeln, Verbote etc. notwendig.</p>
<p>Ich bin auch dagegen, Symbole überzubewerten (auch bei Nazi-Symbolen usw. würde ich mir mehr Gelassenheit wünschen).</p>
<p>Im Falle der Burka sind es aber eindeutige praktische Gründe, die das Tragen in der Öffentlichkeit ausschließen sollten &#8212; um die Symbolik geht es mir dabei (anders als der Buchautorin) gar nicht so sehr.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Umm Ishaq</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-244</link>
		<dc:creator>Umm Ishaq</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 10:10:35 +0000</pubDate>
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		<description>Die Frage, die ich an die Befürworter eines Verbots des islamischen Gesichtsschleiers richten möchte lautet, welchen persönlichen Nutzen sie daraus ziehen. Gut, sie mögen vom Anblick einer Munaqqaba &quot;verschont&quot; bleiben. Doch bei gerade einmal 367 vollverschleierten Frauen in ganz Frankreich (Quelle: Inlandsgeheimdienst DST) und einer Gesamzbevölkerung von rund 62 Mio ist die Wahrscheinlichkeit, einer von ihnen zu begegnen, weniger wahrscheinlich als ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. 
Natürlich sehen die Initiatoren der Anti-Niqab-Kampagne das anders. Antoine Gerin beispielsweise argumentiert (wenngleich er dabei auf Belege verzichtet) &quot;vor ein paar Jahren&quot; habe es &quot;nur zwei oder drei&quot; verschleierte Frauen gegeben. Dass es inzwischen an die 400 sind, deutet er um zu einem &quot;gefährlichen Trend&quot;, der klar anzeige, dass der &quot;radikale Islam&quot; auf dem Vormarsch sei. 

Diese Furcht des Bürgers ist der Casus knaxus. Der tatsächliche fühlbare Nutzen aus einem Verbot in Form von einem Gewinn an individueller Lebensqualität, sozialem Wohlstand, mehr Sicherheit ist gleich Null. Ein Verbot ist nicht mehr als ein psychologisches Moment, dass dem besorgten Bürger zeigen soll: &quot;Wir haben den radikalen Islam im Griff&quot; und indem man seine vermeintlichen &quot;Flaggen&quot; heruntereißt, domestiziert man die gefährlichen Ideen in den Köpfen einiger weniger Fanatiker ebenfalls. Durch den Zusatz, &quot;Propaganda für den Niqab&quot; ebenfalls unter Strafe zu stellen und ggf. mit sofortiger Abschiebung zu ahnend wird dieser Wille, den (radikalen?) Islam dorthin zu verweisen, wo man ihn gern wieder sähe nur noch unterstrichen. 

Die Frauen sind hier nichts weiter als Mittel zum Zweck. Sarkozy, Myard, Gerin et.al. unterscheiden sich da nicht großartig von ihren Antipoden im Nahen und Mittleren Osten</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage, die ich an die Befürworter eines Verbots des islamischen Gesichtsschleiers richten möchte lautet, welchen persönlichen Nutzen sie daraus ziehen. Gut, sie mögen vom Anblick einer Munaqqaba &#8220;verschont&#8221; bleiben. Doch bei gerade einmal 367 vollverschleierten Frauen in ganz Frankreich (Quelle: Inlandsgeheimdienst DST) und einer Gesamzbevölkerung von rund 62 Mio ist die Wahrscheinlichkeit, einer von ihnen zu begegnen, weniger wahrscheinlich als ein Sechser im Lotto mit Zusatzzahl.<br />
Natürlich sehen die Initiatoren der Anti-Niqab-Kampagne das anders. Antoine Gerin beispielsweise argumentiert (wenngleich er dabei auf Belege verzichtet) &#8220;vor ein paar Jahren&#8221; habe es &#8220;nur zwei oder drei&#8221; verschleierte Frauen gegeben. Dass es inzwischen an die 400 sind, deutet er um zu einem &#8220;gefährlichen Trend&#8221;, der klar anzeige, dass der &#8220;radikale Islam&#8221; auf dem Vormarsch sei. </p>
<p>Diese Furcht des Bürgers ist der Casus knaxus. Der tatsächliche fühlbare Nutzen aus einem Verbot in Form von einem Gewinn an individueller Lebensqualität, sozialem Wohlstand, mehr Sicherheit ist gleich Null. Ein Verbot ist nicht mehr als ein psychologisches Moment, dass dem besorgten Bürger zeigen soll: &#8220;Wir haben den radikalen Islam im Griff&#8221; und indem man seine vermeintlichen &#8220;Flaggen&#8221; heruntereißt, domestiziert man die gefährlichen Ideen in den Köpfen einiger weniger Fanatiker ebenfalls. Durch den Zusatz, &#8220;Propaganda für den Niqab&#8221; ebenfalls unter Strafe zu stellen und ggf. mit sofortiger Abschiebung zu ahnend wird dieser Wille, den (radikalen?) Islam dorthin zu verweisen, wo man ihn gern wieder sähe nur noch unterstrichen. </p>
<p>Die Frauen sind hier nichts weiter als Mittel zum Zweck. Sarkozy, Myard, Gerin et.al. unterscheiden sich da nicht großartig von ihren Antipoden im Nahen und Mittleren Osten</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Kathrin Klausing</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-241</link>
		<dc:creator>Kathrin Klausing</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 15:03:53 +0000</pubDate>
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		<description>@Sonny:

Wir haben eine Rezension über das Buch geschrieben und nicht über die Burka bzw. Gesichtsverschleierung. Wir verteidigen auch nicht die Gesichtsverschleierung, sondern treten z.B. dafür ein, dass auch die Frauen die ihr Gesicht verhüllen (ob nun als Opfer eines Zwanges oder als autonome Frauen, die selber darüber entschieden haben) eine Würde haben und ein Recht darauf, nicht mit einem Goebbels oder dem Ku-Klux-Klan (Denkanstoß: ideologisch motivierte Abschlächter von Minderheiten) gleichgesetzt zu werden.

Hinsichtlich Verbot: das existiert doch in Deutschland schon, keine Frau (und kein Mann) darf vermummt auf eine Demonstration oder sich mit Gesichtsbedeckung für den Ausweis ablichten lassen. Alles andere ist Privatsache.

&lt;blockquote&gt;Wenn die Burka kein Zeichen von Fundamentalismus und Islamismus ist, was dann?&lt;/blockquote&gt;

Es gab diese Kleidungen vor dem Islamismus; es gibt Frauen, die tragen diese Bekleidung ohne Zwang und ohne politische Motivation mit einer positiven Besetzung. Das sollte Grund genug sein, diese Kleidung nicht zu einem Symbol hoch zu stilisieren. Auch wenn manche das gerne so sehen würden. Ich sehe ganz klar, dass politisch-religiöse Bewegungen in der islamischen die Rolle der Frau (und mit ihr ihre Art der Bekleidung sehr wohl zu einem Politikum gemacht haben (was man wie gesagt, nicht ohne die Vorgeschichte verstehen kann, Stichwort: Zwangsentschleierungen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Sonny:</p>
<p>Wir haben eine Rezension über das Buch geschrieben und nicht über die Burka bzw. Gesichtsverschleierung. Wir verteidigen auch nicht die Gesichtsverschleierung, sondern treten z.B. dafür ein, dass auch die Frauen die ihr Gesicht verhüllen (ob nun als Opfer eines Zwanges oder als autonome Frauen, die selber darüber entschieden haben) eine Würde haben und ein Recht darauf, nicht mit einem Goebbels oder dem Ku-Klux-Klan (Denkanstoß: ideologisch motivierte Abschlächter von Minderheiten) gleichgesetzt zu werden.</p>
<p>Hinsichtlich Verbot: das existiert doch in Deutschland schon, keine Frau (und kein Mann) darf vermummt auf eine Demonstration oder sich mit Gesichtsbedeckung für den Ausweis ablichten lassen. Alles andere ist Privatsache.</p>
<blockquote><p>Wenn die Burka kein Zeichen von Fundamentalismus und Islamismus ist, was dann?</p></blockquote>
<p>Es gab diese Kleidungen vor dem Islamismus; es gibt Frauen, die tragen diese Bekleidung ohne Zwang und ohne politische Motivation mit einer positiven Besetzung. Das sollte Grund genug sein, diese Kleidung nicht zu einem Symbol hoch zu stilisieren. Auch wenn manche das gerne so sehen würden. Ich sehe ganz klar, dass politisch-religiöse Bewegungen in der islamischen die Rolle der Frau (und mit ihr ihre Art der Bekleidung sehr wohl zu einem Politikum gemacht haben (was man wie gesagt, nicht ohne die Vorgeschichte verstehen kann, Stichwort: Zwangsentschleierungen).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Sonny</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-235</link>
		<dc:creator>Sonny</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 12:36:17 +0000</pubDate>
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		<description>Sicherlich gibt es schlechte Satire, und das besprochene Buch mag in dieser Hinsicht kritikwürdig sein. Aber zumindest den Gegenstand, nämlich die Burka, sollte man deshalb noch lange nicht verteidigen. Wenn die Burka kein Zeichen von Fundamentalismus und Islamismus ist, was dann? Hier ist allein schon aus praktischen Gründen (Vermummungsverbot, Ausweispflicht) ein Verbot nach frz. Vorbild zu prüfen.

Daß die Autorin des Buches die Burka nur als Vorwand nimmt, um generell gegen das Kopftuch (gegen das nichts einzuwenden ist) und gegen den Islam zu agitieren, mag sein --- aber das kommt in der Rezension m.E. nicht deutlich genug heraus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sicherlich gibt es schlechte Satire, und das besprochene Buch mag in dieser Hinsicht kritikwürdig sein. Aber zumindest den Gegenstand, nämlich die Burka, sollte man deshalb noch lange nicht verteidigen. Wenn die Burka kein Zeichen von Fundamentalismus und Islamismus ist, was dann? Hier ist allein schon aus praktischen Gründen (Vermummungsverbot, Ausweispflicht) ein Verbot nach frz. Vorbild zu prüfen.</p>
<p>Daß die Autorin des Buches die Burka nur als Vorwand nimmt, um generell gegen das Kopftuch (gegen das nichts einzuwenden ist) und gegen den Islam zu agitieren, mag sein &#8212; aber das kommt in der Rezension m.E. nicht deutlich genug heraus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Kathrin Klausing</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-229</link>
		<dc:creator>Kathrin Klausing</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 15:15:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=617#comment-229</guid>
		<description>@lebenslustig: Der Schnelligkeit halber gehe ich zitatweise auf Ihre Kommentare ein:

&lt;blockquote&gt;Wenn man eine eigene Empfindung abstrakt verargumentiert, klingt es natürlich “irgendwie” richti&lt;/blockquote&gt;

Wir haben keinerlei Empfindungen &quot;verargumentiert&quot; in diesem Text, sondern sind auf einzelne Äußerungen und Zeichnungen Frau Schwingenheuers eingegangen und haben diese in einen jahrhundertealten Diskurs eingeordnet.

&lt;blockquote&gt;Was darf Satire? Alles.&lt;/blockquote&gt;

Ok, das können Sie so sehen, wir haben hier jedoch nie thematisiert ob Satire irgendetwas darf oder nicht. Wir haben lediglich (ich wiederhole mich) argumentativ unsere Kritik an Frau Schwingenheuers Zeichnungen und ihren Äußerungen kundgetan. Darf Satire kritisiert werden? Ein klares Ja! von unserer Seite.

&lt;blockquote&gt;Islamophobie ist ehedem ein weiterer argumentativer Schlagknüppel&lt;/blockquote&gt;
Und manches Mal wird das &quot;argumentativer Schlagknüppel-Argument&quot; selbst zum Totschlagargument. Es ist schlicht und ergreifend eine Verdrängungstaktik, dem anderen argumentative Schlagknüppel vorzuwerfen, um dann auf keines seiner Argumente mehr eingehen zu müssen. Wir haben uns dazu entschlossen Rassismus oder Islamphobie (oder wie man es denn nun nennen möchte) beim Namen zu nennen, wenn wir sie meinen vorzufinden. Natürlich sind wir seriös genug, dies auch mit Argumenten schlüssig zu belegen und eben nicht inflationär bei jedem kleinen &quot;Aua&quot; aufzuschreien.

&lt;blockquote&gt;Ich lache über Nonnenwitze? Nonnenwitze können ebensowenig “rassistisch” sein, wie “Burkawitze”. Nonnenwitze und “Pfaffenwitze” sind demnach also “christenfeindlich”? So wie Burkawitze “islamophob” sind – grundsätzlich oder nur der ein oder andere?&lt;/blockquote&gt;

Wir lachen über Burkawitze, wenn wir sie denn witzig finden. Da gibt es genug, zwei Beispiele haben wir ja aufgezeigt. Es geht nicht darum, dass Kritik oder Satire generell abzulehnen wäre, wenn es um &quot;Islam&quot; oder &quot;Muslime&quot; geht. Ich denke, das wird auch immer wieder in unseren Äußerungen klar. Wie kommen Sie also überhaupt auf diesen Trichter?

&lt;blockquote&gt;Von welchem Islam sprechen wir hier? Sind nun alle muslimischen Frauen, die keine Burka tragen keine “wahren” Mitglieder?&lt;/blockquote&gt;
Auch hier muss ich mich leider wiederholen: Es geht in dem Text nicht um &quot;Islam&quot;, &quot;Muslimische Frauen&quot;, &quot;Burkas&quot; oder wer mit welcher Kleidung ein guter Muslim sein soll. Es geht ganz einfach nur um Frau Schwingenheuers Darstellungen, Ansichten und Äußerungen, die wir kritisieren. Diese haben – das ist unsere Schlussfolgerung – nichts mit realen muslimischen Frauen zu tun, egal was sie anhaben.

&lt;blockquote&gt;Es wird in der “totalen Burka” nicht die einzelne muslimische Frau in Burka mit “dem Nationalsozialismus” verglichen&lt;/blockquote&gt;

Es wird eine Burkaträgerin mit Goebbels verglichen und zahlreiche andere mit der fanatisierten Masse. Welchen Punkt in ihrem Humorzentrum trifft das genau? Würde mich einfach interessieren, ich kann es einfach nicht begreifen…

&lt;blockquote&gt;Die Burka ist kein Teil der islamischen Kultur, sondern eine Erfindung von Islamisten. &lt;/blockquote&gt;

Zweimal falsch. Der Islamismus ist ein modernes Phänomen des letzten Jahrhunderts (auch hier wieder nicht ohne den Kolonialismus und Besatzung zu deuten). Die Burka, oder ganz allgemein Gesichtsverschleierungen sind ein uraltes Phänomen im Mittelmeerraum und im Nahen und Mittleren Ostens, das noch auf Zeiten vor dem Islam zurückgeht. Es ist nun so, dass durch den Islamismus bestimmten Bekleidungsarten eine neue teils abwertende, unterdrückende aber auch aufständische Wertung zu kam. Diese ist allerdings nicht immer mit der Motivation aktuell sich verhüllender Frauen gleichzusetzen.

&lt;blockquote&gt;Islamisten sind so findamental und extremistisch wie Rechtsextreme eben auch.&lt;/blockquote&gt;

Ich lasse diese Behauptung mal so stehen. Aber erklären Sie mir doch bitte, warum dann nicht die Islamisten satirisch in Szene gesetzt werden sondern die Opfer dieser Ideologie?

&lt;blockquote&gt;Anstattdessen stempelt man eine Kpnstlerin als “Kolnialistin” ab&lt;/blockquote&gt;

Haben wir nicht getan.

Nun noch zum Grünenplakat. Ich empfehle Ihnen die Lektüre zur Diskussion auf dem Blog vom&lt;a href=&quot;http://blog.derbraunemob.info/2009/08/11/ein-grund-nicht-gruen-zu-waehlen/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt; Braunen Mob&lt;/a&gt;. Das Bild sagt in Kombination mit dem Spruch &quot;Der einzige Grund schwarz zu wählen&quot; aus, dass der einzige Grund für schwarz (hier symbolisiert durch das Gesäß einer schwarzen Frau) die Sexualität ist. Verkürzt: Schwarze sind nur für Sex gut. Das ist ein altes rassistisches Klischee, das schwarze Menschen einfach nicht mehr hören wollen, es ist zu sehr ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, zu sehr mit Abwertung, Missbrauch und Entwürdigung verbunden (die Hand einer weißen Frau macht das um keinen Deut weniger sexistisch oder rassistisch). Keiner von uns lebt im luftleeren Raum ohne Vergangenheit. Die &quot;alten&quot; Diskurse sind lebendig und werden noch immer bedient. Sich wie der Kreisvorstand der Grünen zu rechtfertigen mit dem &quot;Argument&quot;, man könne nicht als rassistisch bezeichnet werden, weil man ja grün wäre, ist doppelt frech und deutet nur auf die massive Unfähigkeit zu selbstkritschem Denken hin. Mehr leider aber auch nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@lebenslustig: Der Schnelligkeit halber gehe ich zitatweise auf Ihre Kommentare ein:</p>
<blockquote><p>Wenn man eine eigene Empfindung abstrakt verargumentiert, klingt es natürlich “irgendwie” richti</p></blockquote>
<p>Wir haben keinerlei Empfindungen &#8220;verargumentiert&#8221; in diesem Text, sondern sind auf einzelne Äußerungen und Zeichnungen Frau Schwingenheuers eingegangen und haben diese in einen jahrhundertealten Diskurs eingeordnet.</p>
<blockquote><p>Was darf Satire? Alles.</p></blockquote>
<p>Ok, das können Sie so sehen, wir haben hier jedoch nie thematisiert ob Satire irgendetwas darf oder nicht. Wir haben lediglich (ich wiederhole mich) argumentativ unsere Kritik an Frau Schwingenheuers Zeichnungen und ihren Äußerungen kundgetan. Darf Satire kritisiert werden? Ein klares Ja! von unserer Seite.</p>
<blockquote><p>Islamophobie ist ehedem ein weiterer argumentativer Schlagknüppel</p></blockquote>
<p>Und manches Mal wird das &#8220;argumentativer Schlagknüppel-Argument&#8221; selbst zum Totschlagargument. Es ist schlicht und ergreifend eine Verdrängungstaktik, dem anderen argumentative Schlagknüppel vorzuwerfen, um dann auf keines seiner Argumente mehr eingehen zu müssen. Wir haben uns dazu entschlossen Rassismus oder Islamphobie (oder wie man es denn nun nennen möchte) beim Namen zu nennen, wenn wir sie meinen vorzufinden. Natürlich sind wir seriös genug, dies auch mit Argumenten schlüssig zu belegen und eben nicht inflationär bei jedem kleinen &#8220;Aua&#8221; aufzuschreien.</p>
<blockquote><p>Ich lache über Nonnenwitze? Nonnenwitze können ebensowenig “rassistisch” sein, wie “Burkawitze”. Nonnenwitze und “Pfaffenwitze” sind demnach also “christenfeindlich”? So wie Burkawitze “islamophob” sind – grundsätzlich oder nur der ein oder andere?</p></blockquote>
<p>Wir lachen über Burkawitze, wenn wir sie denn witzig finden. Da gibt es genug, zwei Beispiele haben wir ja aufgezeigt. Es geht nicht darum, dass Kritik oder Satire generell abzulehnen wäre, wenn es um &#8220;Islam&#8221; oder &#8220;Muslime&#8221; geht. Ich denke, das wird auch immer wieder in unseren Äußerungen klar. Wie kommen Sie also überhaupt auf diesen Trichter?</p>
<blockquote><p>Von welchem Islam sprechen wir hier? Sind nun alle muslimischen Frauen, die keine Burka tragen keine “wahren” Mitglieder?</p></blockquote>
<p>Auch hier muss ich mich leider wiederholen: Es geht in dem Text nicht um &#8220;Islam&#8221;, &#8220;Muslimische Frauen&#8221;, &#8220;Burkas&#8221; oder wer mit welcher Kleidung ein guter Muslim sein soll. Es geht ganz einfach nur um Frau Schwingenheuers Darstellungen, Ansichten und Äußerungen, die wir kritisieren. Diese haben – das ist unsere Schlussfolgerung – nichts mit realen muslimischen Frauen zu tun, egal was sie anhaben.</p>
<blockquote><p>Es wird in der “totalen Burka” nicht die einzelne muslimische Frau in Burka mit “dem Nationalsozialismus” verglichen</p></blockquote>
<p>Es wird eine Burkaträgerin mit Goebbels verglichen und zahlreiche andere mit der fanatisierten Masse. Welchen Punkt in ihrem Humorzentrum trifft das genau? Würde mich einfach interessieren, ich kann es einfach nicht begreifen…</p>
<blockquote><p>Die Burka ist kein Teil der islamischen Kultur, sondern eine Erfindung von Islamisten. </p></blockquote>
<p>Zweimal falsch. Der Islamismus ist ein modernes Phänomen des letzten Jahrhunderts (auch hier wieder nicht ohne den Kolonialismus und Besatzung zu deuten). Die Burka, oder ganz allgemein Gesichtsverschleierungen sind ein uraltes Phänomen im Mittelmeerraum und im Nahen und Mittleren Ostens, das noch auf Zeiten vor dem Islam zurückgeht. Es ist nun so, dass durch den Islamismus bestimmten Bekleidungsarten eine neue teils abwertende, unterdrückende aber auch aufständische Wertung zu kam. Diese ist allerdings nicht immer mit der Motivation aktuell sich verhüllender Frauen gleichzusetzen.</p>
<blockquote><p>Islamisten sind so findamental und extremistisch wie Rechtsextreme eben auch.</p></blockquote>
<p>Ich lasse diese Behauptung mal so stehen. Aber erklären Sie mir doch bitte, warum dann nicht die Islamisten satirisch in Szene gesetzt werden sondern die Opfer dieser Ideologie?</p>
<blockquote><p>Anstattdessen stempelt man eine Kpnstlerin als “Kolnialistin” ab</p></blockquote>
<p>Haben wir nicht getan.</p>
<p>Nun noch zum Grünenplakat. Ich empfehle Ihnen die Lektüre zur Diskussion auf dem Blog vom<a href="http://blog.derbraunemob.info/2009/08/11/ein-grund-nicht-gruen-zu-waehlen/" rel="nofollow"> Braunen Mob</a>. Das Bild sagt in Kombination mit dem Spruch &#8220;Der einzige Grund schwarz zu wählen&#8221; aus, dass der einzige Grund für schwarz (hier symbolisiert durch das Gesäß einer schwarzen Frau) die Sexualität ist. Verkürzt: Schwarze sind nur für Sex gut. Das ist ein altes rassistisches Klischee, das schwarze Menschen einfach nicht mehr hören wollen, es ist zu sehr ins kollektive Gedächtnis eingebrannt, zu sehr mit Abwertung, Missbrauch und Entwürdigung verbunden (die Hand einer weißen Frau macht das um keinen Deut weniger sexistisch oder rassistisch). Keiner von uns lebt im luftleeren Raum ohne Vergangenheit. Die &#8220;alten&#8221; Diskurse sind lebendig und werden noch immer bedient. Sich wie der Kreisvorstand der Grünen zu rechtfertigen mit dem &#8220;Argument&#8221;, man könne nicht als rassistisch bezeichnet werden, weil man ja grün wäre, ist doppelt frech und deutet nur auf die massive Unfähigkeit zu selbstkritschem Denken hin. Mehr leider aber auch nicht.</p>
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	</item>
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		<title>By: lebenslustig</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-228</link>
		<dc:creator>lebenslustig</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 10:16:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=617#comment-228</guid>
		<description>&quot;Muss man sich persönlich angesprochen fühlen, um etwas zu kritiseren? Ich habe kürzlich in einer mail an die Grünen in Kaarst das Wahlplakat, auf dem das Gesäß einer schwarzen Frau abgebildet war, als rassitisch und sexistisch kritisiert, obwohl ich nicht schwarz bin.&quot;

Dieses Plakat fand ich z. B. misslungen (aus vielerlei Gründen), aber keinsfalls rassistisch. s waren zwei lesbische Frauen dargestellt, die sich begehrlich umfassten. Noch nicht einmal &quot;sexistisch&quot; konnte ich es (somit) empfinden. Und da ich in meinem Gefühl der &quot;schwarzen&quot; Frau keine unterlegenere Position der weißen Frau gegenüber zuweise, KANN ich dieses Plakat nicht als rassitisch empfinden. 

Ich fragte mich lediglich, ob &quot;sex sells&quot; nun auch im politischen Wahlkampf eingezogen ist. Und selbst dieses Motiv empfand ich nun nicht übermäßig durch dieses Plakat repräsentiert, da dort gleichzeitig &quot;lesbische Liebe&quot; selbstverständlich und unkommentiert dargestellt wurde und bestimmt sehr viele in ihren Sehgewohnheiten irritierte. Vor allen Dingen wurde mit diesem Plakat noch ein weiteres Klischee durchbrochen, nämlich das lsbiche Frauen selten als begehrende Menschen dargestllt werden, sondern meist eine mädchenhafte Kuschelromantik damit verbunden wird oder das verbissene, überemanzipierte Mannsweib. Das eine lesische weiße Frau eine lesbische schwarze Frau dominiert, ist ja nicht gerade eines der vielen gewöhnlichen Denkmotive, welches nun massenhaft durch diese Darstellung reproduziert wurde.

Was ich mit der Darstellung meiner Empfindungen nur aufzeigen will: Nur, weil man für Empfindungen auch entsprechende Argumente anführt, müssen diese weder etwas mit der Lebenswirklichkeit der Rezipienten oder der Schaffenden zu tun haben. Und selbst, wenn die angeführten Argumente für sich betrachtet stimmig und richtig sind, heißt das auch nicht, dass sie einen wirklichen Bezug  aufnehmen bzw. den Bezug tatsächlich widergeben können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Muss man sich persönlich angesprochen fühlen, um etwas zu kritiseren? Ich habe kürzlich in einer mail an die Grünen in Kaarst das Wahlplakat, auf dem das Gesäß einer schwarzen Frau abgebildet war, als rassitisch und sexistisch kritisiert, obwohl ich nicht schwarz bin.&#8221;</p>
<p>Dieses Plakat fand ich z. B. misslungen (aus vielerlei Gründen), aber keinsfalls rassistisch. s waren zwei lesbische Frauen dargestellt, die sich begehrlich umfassten. Noch nicht einmal &#8220;sexistisch&#8221; konnte ich es (somit) empfinden. Und da ich in meinem Gefühl der &#8220;schwarzen&#8221; Frau keine unterlegenere Position der weißen Frau gegenüber zuweise, KANN ich dieses Plakat nicht als rassitisch empfinden. </p>
<p>Ich fragte mich lediglich, ob &#8220;sex sells&#8221; nun auch im politischen Wahlkampf eingezogen ist. Und selbst dieses Motiv empfand ich nun nicht übermäßig durch dieses Plakat repräsentiert, da dort gleichzeitig &#8220;lesbische Liebe&#8221; selbstverständlich und unkommentiert dargestellt wurde und bestimmt sehr viele in ihren Sehgewohnheiten irritierte. Vor allen Dingen wurde mit diesem Plakat noch ein weiteres Klischee durchbrochen, nämlich das lsbiche Frauen selten als begehrende Menschen dargestllt werden, sondern meist eine mädchenhafte Kuschelromantik damit verbunden wird oder das verbissene, überemanzipierte Mannsweib. Das eine lesische weiße Frau eine lesbische schwarze Frau dominiert, ist ja nicht gerade eines der vielen gewöhnlichen Denkmotive, welches nun massenhaft durch diese Darstellung reproduziert wurde.</p>
<p>Was ich mit der Darstellung meiner Empfindungen nur aufzeigen will: Nur, weil man für Empfindungen auch entsprechende Argumente anführt, müssen diese weder etwas mit der Lebenswirklichkeit der Rezipienten oder der Schaffenden zu tun haben. Und selbst, wenn die angeführten Argumente für sich betrachtet stimmig und richtig sind, heißt das auch nicht, dass sie einen wirklichen Bezug  aufnehmen bzw. den Bezug tatsächlich widergeben können.</p>
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		<title>By: lebenslustig</title>
		<link>http://www.nafisa.de/rezensionen/burka-eine-rezension/comment-page-1/#comment-227</link>
		<dc:creator>lebenslustig</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 09:19:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=617#comment-227</guid>
		<description>&quot;Und nein – ich vergleiche nicht keine burkatragende Frau mit einem Menschen mit Behinderung, sondern ich vergleiche den SInn dieser Aussage mit der zugrundeliegenden Motivation einer Karikatur.2

Bitte das &quot;keine&quot; durch &quot;eine&quot; ersetzen. Und bitte im nachfolgenden die Rechtschreibefehler ignorieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Und nein – ich vergleiche nicht keine burkatragende Frau mit einem Menschen mit Behinderung, sondern ich vergleiche den SInn dieser Aussage mit der zugrundeliegenden Motivation einer Karikatur.2</p>
<p>Bitte das &#8220;keine&#8221; durch &#8220;eine&#8221; ersetzen. Und bitte im nachfolgenden die Rechtschreibefehler ignorieren.</p>
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