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	<title>Comments on: Der Mord an Marwa el-Sherbini – Verschleierungen und Versäumnisse</title>
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	<description>Frauen – Gesellschaft – Islam</description>
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		<title>By: Mohamed</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-242</link>
		<dc:creator>Mohamed</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 18:22:48 +0000</pubDate>
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		<description>Salam u aleikum,

ja, ich bin&#039;s mal wieder :-) Ich hab mich nur hier wieder reingehängt wegen dir, Sonny. Es geht um dein Zitat: &quot;Kundgebungen: Halte ich, wie auch die Betreiberinnen dieser Seite, für eher kontraproduktiv, insbes. wenn äußerst fragwürdige Gestalten wie Pierre Vogel dort auftreten.&quot;

Meine Frage an dich Sonny: Was findest du an Pierre Vogel äußerst fragwürdig???

PS: Meine liebe Schwester Kathrin, auch wenn wir vielleicht in unterschiedlichen Punkten verschiedener Meinung sind (z. B. Kundgebungen) bin ich auf deiner Seite was Frau Merkel angeht. Sie hätte sich zum Mord an Marwa (rahimallah) an die hier größte lebende Minderheit äußern müssen und sagen sollen das für Islamophobie kein Platz in diesem Land ist!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Salam u aleikum,</p>
<p>ja, ich bin&#8217;s mal wieder <img src='http://www.nafisa.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Ich hab mich nur hier wieder reingehängt wegen dir, Sonny. Es geht um dein Zitat: &#8220;Kundgebungen: Halte ich, wie auch die Betreiberinnen dieser Seite, für eher kontraproduktiv, insbes. wenn äußerst fragwürdige Gestalten wie Pierre Vogel dort auftreten.&#8221;</p>
<p>Meine Frage an dich Sonny: Was findest du an Pierre Vogel äußerst fragwürdig???</p>
<p>PS: Meine liebe Schwester Kathrin, auch wenn wir vielleicht in unterschiedlichen Punkten verschiedener Meinung sind (z. B. Kundgebungen) bin ich auf deiner Seite was Frau Merkel angeht. Sie hätte sich zum Mord an Marwa (rahimallah) an die hier größte lebende Minderheit äußern müssen und sagen sollen das für Islamophobie kein Platz in diesem Land ist!!!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Kathrin Klausing</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-240</link>
		<dc:creator>Kathrin Klausing</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 14:39:41 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Aber warum soll sich die Bundeskanzlerin dazu äußern?&lt;/blockquote&gt;

Z.B. Um die Beziehung zu Muslimen in D. nicht noch mehr als ohnehin schon zu belasten?

&lt;blockquote&gt;Bzw. was sollte sie denn sagen?&lt;/blockquote&gt;

Dass man die ansteigenden anti-islamischen Ressentiments wahrnimmt und gedenkt etwas dagegen zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Aber warum soll sich die Bundeskanzlerin dazu äußern?</p></blockquote>
<p>Z.B. Um die Beziehung zu Muslimen in D. nicht noch mehr als ohnehin schon zu belasten?</p>
<blockquote><p>Bzw. was sollte sie denn sagen?</p></blockquote>
<p>Dass man die ansteigenden anti-islamischen Ressentiments wahrnimmt und gedenkt etwas dagegen zu tun.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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		<title>By: Sonny</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-239</link>
		<dc:creator>Sonny</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 14:29:29 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, die Äußerung ggü. Mubarak war notwendig, um die Beziehungen zu Ägypten nicht zu belasten.

Daß der Dresdner Mordfall viele Muslime in Deutschland beschäftigt, ist klar. Aber warum soll sich die Bundeskanzlerin dazu äußern? Bzw. was sollte sie denn sagen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, die Äußerung ggü. Mubarak war notwendig, um die Beziehungen zu Ägypten nicht zu belasten.</p>
<p>Daß der Dresdner Mordfall viele Muslime in Deutschland beschäftigt, ist klar. Aber warum soll sich die Bundeskanzlerin dazu äußern? Bzw. was sollte sie denn sagen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>By: Kathrin Klausing</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-238</link>
		<dc:creator>Kathrin Klausing</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 14:07:39 +0000</pubDate>
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		<description>@sony:
&lt;blockquote&gt;Ohnehin verstehe ich die Kritik an Frau Merkel nicht so ganz, sie habe sich nicht ausreichend zum Dresdner Mordfall geäußert. Was hätte sie denn sagen sollen?&lt;/blockquote&gt;

Frau Merkel hat sich gegenüber Hosni Mubarak geäußert, da sie das ganze als ein Problem internationaler Beziehungen aufgefasst hat. Beschwichtigung war als ein ausreichendes Motiv sich dazu zu äußern. Der Mord hat sehr viele Muslime in diesem Land bewegt und verängstigt. Frau Merkel hat das trotz mehrfacher Hinweise nicht ernst genommen, nicht wichtig gefunden oder gar für übertrieben gehalten. Wir wissen es nicht. Diese Nicht-Reaktion hat nun das Gefühl von Muslimen in Deutschland verstärkt nicht wirklich für voll genommen zu werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@sony:</p>
<blockquote><p>Ohnehin verstehe ich die Kritik an Frau Merkel nicht so ganz, sie habe sich nicht ausreichend zum Dresdner Mordfall geäußert. Was hätte sie denn sagen sollen?</p></blockquote>
<p>Frau Merkel hat sich gegenüber Hosni Mubarak geäußert, da sie das ganze als ein Problem internationaler Beziehungen aufgefasst hat. Beschwichtigung war als ein ausreichendes Motiv sich dazu zu äußern. Der Mord hat sehr viele Muslime in diesem Land bewegt und verängstigt. Frau Merkel hat das trotz mehrfacher Hinweise nicht ernst genommen, nicht wichtig gefunden oder gar für übertrieben gehalten. Wir wissen es nicht. Diese Nicht-Reaktion hat nun das Gefühl von Muslimen in Deutschland verstärkt nicht wirklich für voll genommen zu werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>By: Sonny</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-234</link>
		<dc:creator>Sonny</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 12:26:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=533#comment-234</guid>
		<description>Der Thread ist offenbar doch noch nicht am Ende --- und da z.T. auch auf meine Beiträge eingegangen wurde, möchte ich auch noch etwas schreiben.

Kundgebungen: Halte ich, wie auch die Betreiberinnen dieser Seite, für eher kontraproduktiv, insbes. wenn äußerst fragwürdige Gestalten wie Pierre Vogel dort auftreten. Sicherlich geht davon eine eindeutige Botschaft auf Passanten und Öffentlichkeit aus --- doch sicher keine positive...

Kopftuch: Wurde in der Tat bis vor nicht allzu langer Zeit auch noch von christlichen Frauen getragen (wenn sie sich denn keinen Hut leisten konnten). Zumindest aber trugen sie ihre Haare gebunden, denn offene Haare galten als Zeichen von Verführung und sexueller Bereitschaft. Heute jedoch empfindet niemand mehr derartige Assoziationen, und somit hat sich dieses Thema schlicht erledigt. (Man könnte dies als zivilisatorischen Fortschritt bezeichnen, oder auch einfach als ganz normalen Lauf der Dinge.) Auch viele muslimische Frauen tragen ja aus ähnlicher Motivation kein Kopftuch (mehr). Allerdings will ich hier keine neue Kopftuchdiskussion aufmachen --- jede Frau (ob muslimisch oder nicht) sollte das so handhaben, wie sie möchte, und jeder andere sollte das dann akzeptieren.

Noch ein paar Worte zur betr. Bibelstelle (1. Kor 11, 5): Dies wird von Muslimen immer wieder als Beleg dafür angeführt, daß auch Christinnen zumindest in der Kirche ihr Haar bedecken sollten, und in der Tat ist diese Aussage des Apostels Paulus auch eindeutig so zu interpretieren. Nur muß man sie eben im zeithistorischen Kontext sehen: Zu Paulus’ Zeit war dies noch eine völlig normale Gepflogenheit, eben wegen der symbolischen Bedeutung des Frauenhaares (s.o.), und auch noch viel später (sagen wir um 1900) hatte sich daran nicht viel geändert. In der heutigen Zeit ist diese Vorstellung aber völlig in den Hintergrund getreten, und entsprechend hat sich auch die Empfehlung des Apostels überlebt. (Nicht einmal Pfarrerinnen tragen ja eine Kopfbedeckung.)

Zur Veranschaulichung, wie sehr Paulus hier von seiner Zeit geprägt war, genügt ein Blick in den folgenden Vers 6: Hier empfiehlt er (nicht ganz ernstgemeint), alternativ könne eine Frau ja ihre Haare abschneiden, was jedoch einer Schande gleichkäme --- auch dies wird ja heute völlig anders gesehen.

Ich gehe öfter in die Kirche, und dort sehe ich verhältnismäßig viele ältere Frauen, die oft auch noch sehr traditionell („züchtig“) gekleidet sind --- ein Kopftuch trug aber bisher keine. Wenn man das Apostelwort zeitgemäß interpretieren will, dann dergestalt, daß man sich in der Kirche nicht allzu freizügig oder ungepflegt kleiden sollte --- eben nach den heutigen Vorstellungen von angemessener Kleidung.

Moslemstaat: I.e.S. ein Staat, in dem der Islam Staatsreligion ist. (Und das ist in vielen Staaten der Fall --- z.B. auch in recht säkularen Staaten wie Tunesien.) I.w.S. ein Staat mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung.

Problem mit Moscheen/Minderwertigkeitskomplex: In der Tat fällt auf, daß andere Religionen i.d.R. recht positiv oder zumindest neutral gesehen werden, mit Ausnahme des Islam. Dafür gibt es viele Gründe, und sicherlich ist das so auch nicht gerechtfertigt, d.h. die westliche Welt sollte sich um mehr Differenzierung bemühen. Von einem Minderwertigkeitskomplex des Westens würde ich aber nicht sprechen --- eher im Gegenteil von einem Überlegenheitsgefühl (Arroganz).

Atatürk (den hatte ich ja ins Spiel gebracht): Er war sicherlich nicht der Begründer der These vom rückständigen Islam. Aber ich bleibe dabei: Er war wohl der bedeutendste (und letztlich erfolgreichste) Umsetzer einer entsprechenden Politik --- und deshalb ist er bis heute (nicht nur in der Türkei) das Synonym dafür.

Deutschland international verklagt: Hier kann ich mich der Frage von Kathrin nur anschließen: Was ist damit gemeint?

Merkel/Schumacher: Verglichen mit ihrem Vorgänger (oder mit ihrem italienischen Amtskollegen) äußert sich die Bundeskanzlerin doch eher selten zu unpolitischen (speziell sportlichen) Themen. Wenn sie es aber dennoch einmal tut (noch dazu in einem Fall, der wirklich viele Menschen in diesem Lande bewegt), dann sollte man ihr das nicht übelnehmen --- anders als die genannten anderen Politiker habe ich bei ihr nicht den Eindruck, daß sie damit von ihrem eigentlichen Metier ablenken will.

Ohnehin verstehe ich die Kritik an Frau Merkel nicht so ganz, sie habe sich nicht ausreichend zum Dresdner Mordfall geäußert. Was hätte sie denn sagen sollen? Der mutmaßliche Täter ist bekannt, um ihn kümmert sich die Justiz (da hat  politische Einmischung zu unterbleiben) --- und davon ab finde ich es (auch im Interesse der Hinterbliebenen der Getöteten) sinnvoll, wenn dieser Fall nicht allzu sehr politisch thematisiert wird. Auch hier hebt sich die Kanzlerin wohltuend von ihrem Vorgänger ab, der vergleichbare Fälle nur allzu gern instrumentalisierte, zum „Aufstand der Anständigen“ aufrief, u.a.m. --- nach dieser unguten Mischung aus hektischem Aktionismus und scheinheiligem Populismus sehne ich mich nicht im geringsten zurück.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Thread ist offenbar doch noch nicht am Ende &#8212; und da z.T. auch auf meine Beiträge eingegangen wurde, möchte ich auch noch etwas schreiben.</p>
<p>Kundgebungen: Halte ich, wie auch die Betreiberinnen dieser Seite, für eher kontraproduktiv, insbes. wenn äußerst fragwürdige Gestalten wie Pierre Vogel dort auftreten. Sicherlich geht davon eine eindeutige Botschaft auf Passanten und Öffentlichkeit aus &#8212; doch sicher keine positive&#8230;</p>
<p>Kopftuch: Wurde in der Tat bis vor nicht allzu langer Zeit auch noch von christlichen Frauen getragen (wenn sie sich denn keinen Hut leisten konnten). Zumindest aber trugen sie ihre Haare gebunden, denn offene Haare galten als Zeichen von Verführung und sexueller Bereitschaft. Heute jedoch empfindet niemand mehr derartige Assoziationen, und somit hat sich dieses Thema schlicht erledigt. (Man könnte dies als zivilisatorischen Fortschritt bezeichnen, oder auch einfach als ganz normalen Lauf der Dinge.) Auch viele muslimische Frauen tragen ja aus ähnlicher Motivation kein Kopftuch (mehr). Allerdings will ich hier keine neue Kopftuchdiskussion aufmachen &#8212; jede Frau (ob muslimisch oder nicht) sollte das so handhaben, wie sie möchte, und jeder andere sollte das dann akzeptieren.</p>
<p>Noch ein paar Worte zur betr. Bibelstelle (1. Kor 11, 5): Dies wird von Muslimen immer wieder als Beleg dafür angeführt, daß auch Christinnen zumindest in der Kirche ihr Haar bedecken sollten, und in der Tat ist diese Aussage des Apostels Paulus auch eindeutig so zu interpretieren. Nur muß man sie eben im zeithistorischen Kontext sehen: Zu Paulus’ Zeit war dies noch eine völlig normale Gepflogenheit, eben wegen der symbolischen Bedeutung des Frauenhaares (s.o.), und auch noch viel später (sagen wir um 1900) hatte sich daran nicht viel geändert. In der heutigen Zeit ist diese Vorstellung aber völlig in den Hintergrund getreten, und entsprechend hat sich auch die Empfehlung des Apostels überlebt. (Nicht einmal Pfarrerinnen tragen ja eine Kopfbedeckung.)</p>
<p>Zur Veranschaulichung, wie sehr Paulus hier von seiner Zeit geprägt war, genügt ein Blick in den folgenden Vers 6: Hier empfiehlt er (nicht ganz ernstgemeint), alternativ könne eine Frau ja ihre Haare abschneiden, was jedoch einer Schande gleichkäme &#8212; auch dies wird ja heute völlig anders gesehen.</p>
<p>Ich gehe öfter in die Kirche, und dort sehe ich verhältnismäßig viele ältere Frauen, die oft auch noch sehr traditionell („züchtig“) gekleidet sind &#8212; ein Kopftuch trug aber bisher keine. Wenn man das Apostelwort zeitgemäß interpretieren will, dann dergestalt, daß man sich in der Kirche nicht allzu freizügig oder ungepflegt kleiden sollte &#8212; eben nach den heutigen Vorstellungen von angemessener Kleidung.</p>
<p>Moslemstaat: I.e.S. ein Staat, in dem der Islam Staatsreligion ist. (Und das ist in vielen Staaten der Fall &#8212; z.B. auch in recht säkularen Staaten wie Tunesien.) I.w.S. ein Staat mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung.</p>
<p>Problem mit Moscheen/Minderwertigkeitskomplex: In der Tat fällt auf, daß andere Religionen i.d.R. recht positiv oder zumindest neutral gesehen werden, mit Ausnahme des Islam. Dafür gibt es viele Gründe, und sicherlich ist das so auch nicht gerechtfertigt, d.h. die westliche Welt sollte sich um mehr Differenzierung bemühen. Von einem Minderwertigkeitskomplex des Westens würde ich aber nicht sprechen &#8212; eher im Gegenteil von einem Überlegenheitsgefühl (Arroganz).</p>
<p>Atatürk (den hatte ich ja ins Spiel gebracht): Er war sicherlich nicht der Begründer der These vom rückständigen Islam. Aber ich bleibe dabei: Er war wohl der bedeutendste (und letztlich erfolgreichste) Umsetzer einer entsprechenden Politik &#8212; und deshalb ist er bis heute (nicht nur in der Türkei) das Synonym dafür.</p>
<p>Deutschland international verklagt: Hier kann ich mich der Frage von Kathrin nur anschließen: Was ist damit gemeint?</p>
<p>Merkel/Schumacher: Verglichen mit ihrem Vorgänger (oder mit ihrem italienischen Amtskollegen) äußert sich die Bundeskanzlerin doch eher selten zu unpolitischen (speziell sportlichen) Themen. Wenn sie es aber dennoch einmal tut (noch dazu in einem Fall, der wirklich viele Menschen in diesem Lande bewegt), dann sollte man ihr das nicht übelnehmen &#8212; anders als die genannten anderen Politiker habe ich bei ihr nicht den Eindruck, daß sie damit von ihrem eigentlichen Metier ablenken will.</p>
<p>Ohnehin verstehe ich die Kritik an Frau Merkel nicht so ganz, sie habe sich nicht ausreichend zum Dresdner Mordfall geäußert. Was hätte sie denn sagen sollen? Der mutmaßliche Täter ist bekannt, um ihn kümmert sich die Justiz (da hat  politische Einmischung zu unterbleiben) &#8212; und davon ab finde ich es (auch im Interesse der Hinterbliebenen der Getöteten) sinnvoll, wenn dieser Fall nicht allzu sehr politisch thematisiert wird. Auch hier hebt sich die Kanzlerin wohltuend von ihrem Vorgänger ab, der vergleichbare Fälle nur allzu gern instrumentalisierte, zum „Aufstand der Anständigen“ aufrief, u.a.m. &#8212; nach dieser unguten Mischung aus hektischem Aktionismus und scheinheiligem Populismus sehne ich mich nicht im geringsten zurück.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Umm Ishaq</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-200</link>
		<dc:creator>Umm Ishaq</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 12:37:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=533#comment-200</guid>
		<description>Aus den Nachrichten von heute: auch Angela Merkel äußert Verständnis für Michael Schuhmachers Rücktritt vom geplanten Comeback.

Zum Mord an Marwa El-Sherbini hat sie sich (abgesehen von der ahlbherzig genuschelten Kondolenz an Hosni Mubarak in L´Aquila) öffentlich noch immer nicht geäußert. 

Es ist einfach nur traurig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aus den Nachrichten von heute: auch Angela Merkel äußert Verständnis für Michael Schuhmachers Rücktritt vom geplanten Comeback.</p>
<p>Zum Mord an Marwa El-Sherbini hat sie sich (abgesehen von der ahlbherzig genuschelten Kondolenz an Hosni Mubarak in L´Aquila) öffentlich noch immer nicht geäußert. </p>
<p>Es ist einfach nur traurig.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Kathrin Klausing</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-199</link>
		<dc:creator>Kathrin Klausing</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 10:59:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=533#comment-199</guid>
		<description>@Noor: Herzlich willkommen hier. Ich habe leider nicht ganz verstanden, was du mit &quot;international verkalgt&quot; meinst? Könntest du das ausführen.

Zu den Kundgebungen: Wir hatten eigentlich unsere Kritikpunkte an den Kundgebungen dargelegt, ich halte diese weiter aufrecht. Man muss ja nicht derselben Meinung sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Noor: Herzlich willkommen hier. Ich habe leider nicht ganz verstanden, was du mit &#8220;international verkalgt&#8221; meinst? Könntest du das ausführen.</p>
<p>Zu den Kundgebungen: Wir hatten eigentlich unsere Kritikpunkte an den Kundgebungen dargelegt, ich halte diese weiter aufrecht. Man muss ja nicht derselben Meinung sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: noor</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-187</link>
		<dc:creator>noor</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 03:53:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=533#comment-187</guid>
		<description>wa alaykum assalam,

ich verstehe auch nicht was falsch sein sollte mit Kundgebungen. Sicherlich ist die Arbeit &#039;hinter den Kulissen&#039; mit Vereinen, Verbaenden und Gesetzgebern wichtig, aber es ist meiner Meinung auch wichtig im Strassenbild sichtbar zu werden.
Ich habe grosse Teile der Kundgebung, die von Pierre Vogel gehalten wurden hier am anderen Ende des Globus angeschaut. Ich denke, dass die Botschaften klar genug waren, fuer einen Passanten, der ein bisschen Interesse zeigt oder eventuell angesprochen wird von einem der Aktivisten. Sehr gut war auch die Idee der Integration der Beitraege von Frauen und Maedchen, die ueber ihre Probleme mit dem Kopftuch im taeglichen Leben erzaehlten. 
Einzig blieb zu wuenschen uebrig, dass es mehr und groessere Veranstaltungen gaebe.

Zu der Kopftuch Diskussion habe ich folgendes anzumerken: Meine beiden Grossmuetter (beide katholisch und deutsch) wuerden ihr Haus nie ohne eine Kopfbedeckung verlassen haben. Die Staedterin trug gewoehnlich einen Hut (passend mit Mantel, die meiste Zeit), die, die auf dem Land lebte ein ...Kopftuch! Das war in den 70gern und 80gern.
Soviel zu &quot;kein Kopftuch in deutschen Behoerden und Schulen, weil wir das hier nicht tragen...&quot;
Selbst die Marienfiguren in der Kirche haben Kopfbedeckungen, die verdaechtig nach einem Kopftuch aussehen  (auf manchen steht sogar Allahu Akbar - dies war der Fall, weil der teuere importieret Stoff zu der Zeit diese Aufschrift trug.). 
Und warum traegt sie diese Kopfbedeckung? - weil&#039;s schon in der Bibel steht, dass die Frau ihr Haar bedecken soll. 
Und letztes Mal, als ich Deutschland besuchte, hatte ich den Eindruck, dass da ueberall noch Kirchen rumstehen und sich das sogenannte kulturelle Erbe der Deutschen auf sie beruft. 

Ich dachte auch, dass ich als Deutsche (nicht Staatsangehoerige eines Moslemstaates! - keine Ahnung was das ist?!) das Recht habe meine Religion zu waehlen und frei zu praktizieren, sogar in einem Gebaeude, dass man Moschee nennt. 
Aber waehrend wir mit Dalai Lamas, Buddhisten, Hindus, Freimaurern, Freidenkern, Freisprechern, Hexen, Magiern und Unabhaengigen kein Problem haben, haben wir eins mit Moscheen.
Warum? Weil Europa immer noch seinen kleinen Minderwertigkeitskomplex pflegt? 
Vom Badezimmer bis hin zur Hoeheren Mathematik, Architektur, Medizin und vieles mehr haben wir das nicht waehrend Andalusia in unsere Kultur (falls man zu der Zeit von Kultur reden konnte) integriert?! 
Wie das dazu gefuehrt hat, dass die einzigen Terroristen, Moerder, Honorkiller, Raeuber, Diebe etc die einer Religion angehoeren die sogenannten moslemischen sind (auch dann wenn ihre Taten offensichtlich un-moslemisch sind), hm das ist eine lange Geschichte aber ein kurzer Denkprozess. 
So lasst den Atatuerk denn aussen vor, er war mit Sicherheit  nicht der Erfinder dieser &#039;Rueckstaendigkeits-Theorie&#039;. 
Die war die Projektion der weiblichen Realitaet in Deutschland ca 30/40 Jahre zurueck. Die Realitaet, die die Frauen im Westen dazu brachte ihre Rechte einzufordern - Rechte die die Muslima seit 1400 Jahren hatte (z.B. eigenes Geld, eigenen Grundbesitz, Recht auf Erbschaft, Recht auf Unterhalt, Recht auf Respekt ihrer Person und ihres Wohles...). 
So jedes Mal wenn dann eine Frau mit Kopftuch gesichtet wird, denken wir an diese schamvolle Realitaet 30 Jahre zurueck und dann koennen wir uns nicht helfen, wir muessen annehmen dass da eine Form von Benachteiligung und Unterdrueckung am Werke ist. Und da kommen dann unsere Medien schnell zu unserer Hilfe und erklaeren uns, dass wir da doch voellig im Recht sind das anzunehmen. 
Anstatt ihren Job zu tun und Tatsachen zu veroeffentlichen wird dann tendenzioeser Kram abgedruckt - Skandalfaelle, die in den betreffenden Laendern schon die Skandalpresse gemacht haben. Und warum wuerden die darueber schreiben, wenn das die Regel waere?! (Wie ihr westlicher Counterpart schreiben auch die nur ueber das Ausser-Gewoehnliche - das ist ihr Geschaeft.)

Traurige Tatsache ist jetzt, dass eine unserer Schwestern einen hohen Preis fuer diese tendenzioese Berichterstattung bezahlt hat, da es sowohl die Regierung als auch die sogenannte freie Presse versaeumt haben, gegen die uebliche islambezogenen Berichterstattung anzugehen und fuer ein ziviles und harmonisches Klima einzutreten.
Wundere mich, ob die breite Bevoelkerung jemals davon erfahren wird, dass ihr hochzivilisiertes Land international verklagt wurde und warum, das waere doch mal ne Schlagzeile oder zwei wert...vielleicht &#039;ne Serie...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>wa alaykum assalam,</p>
<p>ich verstehe auch nicht was falsch sein sollte mit Kundgebungen. Sicherlich ist die Arbeit &#8216;hinter den Kulissen&#8217; mit Vereinen, Verbaenden und Gesetzgebern wichtig, aber es ist meiner Meinung auch wichtig im Strassenbild sichtbar zu werden.<br />
Ich habe grosse Teile der Kundgebung, die von Pierre Vogel gehalten wurden hier am anderen Ende des Globus angeschaut. Ich denke, dass die Botschaften klar genug waren, fuer einen Passanten, der ein bisschen Interesse zeigt oder eventuell angesprochen wird von einem der Aktivisten. Sehr gut war auch die Idee der Integration der Beitraege von Frauen und Maedchen, die ueber ihre Probleme mit dem Kopftuch im taeglichen Leben erzaehlten.<br />
Einzig blieb zu wuenschen uebrig, dass es mehr und groessere Veranstaltungen gaebe.</p>
<p>Zu der Kopftuch Diskussion habe ich folgendes anzumerken: Meine beiden Grossmuetter (beide katholisch und deutsch) wuerden ihr Haus nie ohne eine Kopfbedeckung verlassen haben. Die Staedterin trug gewoehnlich einen Hut (passend mit Mantel, die meiste Zeit), die, die auf dem Land lebte ein &#8230;Kopftuch! Das war in den 70gern und 80gern.<br />
Soviel zu &#8220;kein Kopftuch in deutschen Behoerden und Schulen, weil wir das hier nicht tragen&#8230;&#8221;<br />
Selbst die Marienfiguren in der Kirche haben Kopfbedeckungen, die verdaechtig nach einem Kopftuch aussehen  (auf manchen steht sogar Allahu Akbar &#8211; dies war der Fall, weil der teuere importieret Stoff zu der Zeit diese Aufschrift trug.).<br />
Und warum traegt sie diese Kopfbedeckung? &#8211; weil&#8217;s schon in der Bibel steht, dass die Frau ihr Haar bedecken soll.<br />
Und letztes Mal, als ich Deutschland besuchte, hatte ich den Eindruck, dass da ueberall noch Kirchen rumstehen und sich das sogenannte kulturelle Erbe der Deutschen auf sie beruft. </p>
<p>Ich dachte auch, dass ich als Deutsche (nicht Staatsangehoerige eines Moslemstaates! &#8211; keine Ahnung was das ist?!) das Recht habe meine Religion zu waehlen und frei zu praktizieren, sogar in einem Gebaeude, dass man Moschee nennt.<br />
Aber waehrend wir mit Dalai Lamas, Buddhisten, Hindus, Freimaurern, Freidenkern, Freisprechern, Hexen, Magiern und Unabhaengigen kein Problem haben, haben wir eins mit Moscheen.<br />
Warum? Weil Europa immer noch seinen kleinen Minderwertigkeitskomplex pflegt?<br />
Vom Badezimmer bis hin zur Hoeheren Mathematik, Architektur, Medizin und vieles mehr haben wir das nicht waehrend Andalusia in unsere Kultur (falls man zu der Zeit von Kultur reden konnte) integriert?!<br />
Wie das dazu gefuehrt hat, dass die einzigen Terroristen, Moerder, Honorkiller, Raeuber, Diebe etc die einer Religion angehoeren die sogenannten moslemischen sind (auch dann wenn ihre Taten offensichtlich un-moslemisch sind), hm das ist eine lange Geschichte aber ein kurzer Denkprozess.<br />
So lasst den Atatuerk denn aussen vor, er war mit Sicherheit  nicht der Erfinder dieser &#8216;Rueckstaendigkeits-Theorie&#8217;.<br />
Die war die Projektion der weiblichen Realitaet in Deutschland ca 30/40 Jahre zurueck. Die Realitaet, die die Frauen im Westen dazu brachte ihre Rechte einzufordern &#8211; Rechte die die Muslima seit 1400 Jahren hatte (z.B. eigenes Geld, eigenen Grundbesitz, Recht auf Erbschaft, Recht auf Unterhalt, Recht auf Respekt ihrer Person und ihres Wohles&#8230;).<br />
So jedes Mal wenn dann eine Frau mit Kopftuch gesichtet wird, denken wir an diese schamvolle Realitaet 30 Jahre zurueck und dann koennen wir uns nicht helfen, wir muessen annehmen dass da eine Form von Benachteiligung und Unterdrueckung am Werke ist. Und da kommen dann unsere Medien schnell zu unserer Hilfe und erklaeren uns, dass wir da doch voellig im Recht sind das anzunehmen.<br />
Anstatt ihren Job zu tun und Tatsachen zu veroeffentlichen wird dann tendenzioeser Kram abgedruckt &#8211; Skandalfaelle, die in den betreffenden Laendern schon die Skandalpresse gemacht haben. Und warum wuerden die darueber schreiben, wenn das die Regel waere?! (Wie ihr westlicher Counterpart schreiben auch die nur ueber das Ausser-Gewoehnliche &#8211; das ist ihr Geschaeft.)</p>
<p>Traurige Tatsache ist jetzt, dass eine unserer Schwestern einen hohen Preis fuer diese tendenzioese Berichterstattung bezahlt hat, da es sowohl die Regierung als auch die sogenannte freie Presse versaeumt haben, gegen die uebliche islambezogenen Berichterstattung anzugehen und fuer ein ziviles und harmonisches Klima einzutreten.<br />
Wundere mich, ob die breite Bevoelkerung jemals davon erfahren wird, dass ihr hochzivilisiertes Land international verklagt wurde und warum, das waere doch mal ne Schlagzeile oder zwei wert&#8230;vielleicht &#8216;ne Serie&#8230;</p>
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		<title>By: Mohamed</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-150</link>
		<dc:creator>Mohamed</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 14:43:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nafisa.de/?page_id=533#comment-150</guid>
		<description>Tut mir leid Schwester Kathrin, aber in dem Punkt kommen wir nicht zusammen. Denn das Kundgebungen sinnvoll sind, hat die Geschichte gezeigt (Solidarnos in Polen oder die Kundgebungen in der DDR, die dann den Untergang dieses Staates einleitete). Und nur Allah weiß, wieviele Menschen zu diesen Veranstaltungen kommen und das zurzeit vielleicht nicht viele kommen hat bestimmt auch mit den Ferien zu tun da viele verreist sind. Und ich hab auch nicht alle Verbände kritisiert, denn der Zentalrat der Muslime mit seinem Generalsekretär Aiman Mazyek leistet hier gute Arbeit und tut was (wenigstens einer). Und Kundgebungen sind auch nur ein Anfang. Es werden auch in verschiedenen Städten Infostände errichtet, die über den Islam aufklären und es gibt auch Muslime die Leserbriefe verfassen. Oua salam ou aleikum Schwester</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tut mir leid Schwester Kathrin, aber in dem Punkt kommen wir nicht zusammen. Denn das Kundgebungen sinnvoll sind, hat die Geschichte gezeigt (Solidarnos in Polen oder die Kundgebungen in der DDR, die dann den Untergang dieses Staates einleitete). Und nur Allah weiß, wieviele Menschen zu diesen Veranstaltungen kommen und das zurzeit vielleicht nicht viele kommen hat bestimmt auch mit den Ferien zu tun da viele verreist sind. Und ich hab auch nicht alle Verbände kritisiert, denn der Zentalrat der Muslime mit seinem Generalsekretär Aiman Mazyek leistet hier gute Arbeit und tut was (wenigstens einer). Und Kundgebungen sind auch nur ein Anfang. Es werden auch in verschiedenen Städten Infostände errichtet, die über den Islam aufklären und es gibt auch Muslime die Leserbriefe verfassen. Oua salam ou aleikum Schwester</p>
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		<title>By: Kathrin Klausing</title>
		<link>http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%e2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/comment-page-1/#comment-148</link>
		<dc:creator>Kathrin Klausing</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 08:12:24 +0000</pubDate>
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		<description>Wa alaykum assalam, Bruder Mohamed,

ich sehe da keinen Widerspruch, ich habe ja nur die prinzipielle Ablehnung von Kundgebungen relativiert. Ich denke auch, dass wir mit der Einstellung &quot;Besser als nichts tun&quot; nicht viel weiter kommen – zumal ja auch die viel gescholtenen Verbände Kundgebungen organisiert haben, also aus deiner Sicht &quot;etwas getan&quot; haben. Ich will jetzt nicht übermäßig Verbände verteidigen (ich habe selber viel Kritik anzubringen), aber der ZMD z.B. hat es mit seiner frühen Zusammenarbeit mit dem ZDJ immerhin geschafft, dass sich Medien und Politik zumindest gerührt haben.

Aber worum geht es eigentlich? Ich persönlich denke, dass der Mord an Marwa &quot;nur&quot; ein Extrem der schon seit Jahren verstärkt vorkommenden Islamophobie ist. Wir haben in der Vergangenheit und werden auch ganz sicher in Zukunft noch unter Benachteiligungen im öffentlichen Leben, Diskriminierung im Beruf, Moscheedurchsuchungen, gewalttätigen Übergriffen auf Einrichtungen und Menschen zu leiden haben. Dies ist kein fatalistisches sich fügen, sondern m.M.n. eine realistische Einschätzung. Klar, man will am liebsten, dass endlich mal aufhört mit dieser Stimmung, aber das passiert sicherlich nicht sofort. Unsere Energien sollten sich also auf die &lt;em&gt;dauerhafte&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;kontinuierliche&lt;/em&gt; Bekämpfung der Islamophobie konzentrieren. Dazu gehören Kundgebungen (mit 300 Leuten max.)  aber nun mal nicht, sondern viel mehr Kleinstarbeit. Von unserer – also muslimischer – Seite muss vor allen Dingen auf die Lage aufmerksam gemacht werden. Denn die meisten Nichtmuslime können sich überhaupt gar kein Bild über Vorkommen und Ausmaß von Islamophobie machen. Sie kriegen es einfach nicht mit. Aufmerksam macht man dadurch indem man Fälle von Diskriminierung, Beleidigung und Übergriffen (nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch von Arbeitgebern, öffentlichen Einrichtungen und der Polizei)  zur Anzeige bringt, sie peinlich genau und seriös nachvollziehbar dokumentiert und in die Öffentlichkeit bringt; man hält Kontakt zu lokalen Politikern und Journalisten; man schreibt sachliche Leserbriefe; man konsultiert Anti-Diskriminierungsbüros usw.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wa alaykum assalam, Bruder Mohamed,</p>
<p>ich sehe da keinen Widerspruch, ich habe ja nur die prinzipielle Ablehnung von Kundgebungen relativiert. Ich denke auch, dass wir mit der Einstellung &#8220;Besser als nichts tun&#8221; nicht viel weiter kommen – zumal ja auch die viel gescholtenen Verbände Kundgebungen organisiert haben, also aus deiner Sicht &#8220;etwas getan&#8221; haben. Ich will jetzt nicht übermäßig Verbände verteidigen (ich habe selber viel Kritik anzubringen), aber der ZMD z.B. hat es mit seiner frühen Zusammenarbeit mit dem ZDJ immerhin geschafft, dass sich Medien und Politik zumindest gerührt haben.</p>
<p>Aber worum geht es eigentlich? Ich persönlich denke, dass der Mord an Marwa &#8220;nur&#8221; ein Extrem der schon seit Jahren verstärkt vorkommenden Islamophobie ist. Wir haben in der Vergangenheit und werden auch ganz sicher in Zukunft noch unter Benachteiligungen im öffentlichen Leben, Diskriminierung im Beruf, Moscheedurchsuchungen, gewalttätigen Übergriffen auf Einrichtungen und Menschen zu leiden haben. Dies ist kein fatalistisches sich fügen, sondern m.M.n. eine realistische Einschätzung. Klar, man will am liebsten, dass endlich mal aufhört mit dieser Stimmung, aber das passiert sicherlich nicht sofort. Unsere Energien sollten sich also auf die <em>dauerhafte</em> und <em>kontinuierliche</em> Bekämpfung der Islamophobie konzentrieren. Dazu gehören Kundgebungen (mit 300 Leuten max.)  aber nun mal nicht, sondern viel mehr Kleinstarbeit. Von unserer – also muslimischer – Seite muss vor allen Dingen auf die Lage aufmerksam gemacht werden. Denn die meisten Nichtmuslime können sich überhaupt gar kein Bild über Vorkommen und Ausmaß von Islamophobie machen. Sie kriegen es einfach nicht mit. Aufmerksam macht man dadurch indem man Fälle von Diskriminierung, Beleidigung und Übergriffen (nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch von Arbeitgebern, öffentlichen Einrichtungen und der Polizei)  zur Anzeige bringt, sie peinlich genau und seriös nachvollziehbar dokumentiert und in die Öffentlichkeit bringt; man hält Kontakt zu lokalen Politikern und Journalisten; man schreibt sachliche Leserbriefe; man konsultiert Anti-Diskriminierungsbüros usw.</p>
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